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Revolucion oder Fiat – das ist die Frage

Pagani Zonda, Foto: Werk

Die italienisch-argentinische Luxus-Autoschmiede Pagani stellt die Produktion des Erfolgsmodells Zonda nach 14 Jahren und rund 100 verkauften Autos endgültig ein. Und beschenkt uns zum Abschied mit einer Revolucion.

Sollten Sie zu den Freunden der E-Musik gehören und sich auf Carmour verirrt haben, weil Sie die Anschaffung eines neuen, evtl. italienischen Fahrzeugs erwägen – z. B. eines Fiat 500L -, sei Ihnen versichert: Wir haben das zweite „ni“ nicht unterschlagen. Niccolò Paganini war der berühmteste Geiger seiner Zeit, bei Pagani aber wird nicht gezupft und gestrichen wurde nur das Modell Zonda, das Sie bisher für rund eine halbe Million Euro erwerben konnten.

Für die Unkundigen: Pagani baut Autos für Leute, die einen Ferrari oder Lamborghini für eine Art Camp-Mobil halten. Da kann man sich mit seinem Erfolgsmodell nicht so einfach vom Acker machen, schließlich hatte der Zonda  bei den Scheichs von der Straße viele Freunde. Also hat man zum Abschied noch einen draufgesetzt.

Pagani Zonda
Pagani Zonda, Foto: Werk

Zonda Revolucion heißt er und ja, es darf ein bisschen mehr sein, in jeder Hinsicht. Statt viel Karbon noch viel mehr Karbon, statt den als zu schmalbrüstig empfundenen 678 PS nun 800 PS. Das geht natürlich nur im Zusammenspiel mit einem zwölfstufigen ESP, Karbon-Keramikbremsen und einem vom Lenkrad aus steuerbaren Heckflügel. Damit halten Sie das nur gut 1.000 Kilo leichte Gefährt mühelos wie eine Pistolenkugel am Boden.

Revolutionen sind kostspielig, sie gehen ins Geld. So auch bei Pagani, dessen Revolucion 2,6 Millionen Euro kostet. Dafür kriegen Sie den Fiat 500L gleich mehrmals, höherer Status inklusive. Sie zweifeln? Dann stellen Sie sich mal den Auto-Talk unter Kollegen vor. Was fahren Sie – einen Pagani? Nie gehört von der Möhre. Wo wird der gebaut – Rumänien? Mein Auto? Ich fahre Fiat – 162 Stück. Noch Fragen?

 

Quelle: Carmour

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