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Elektrisierend weil elektrisch: Weltrekord mit 495 km/h

Foto: Venturi

Von Rekorden der „Niemals Zufriedenen“ zur „Elektro-Zigarette“ - das schnellste E-Auto der Welt streift die 500 kmh-Marke. Und es soll bald noch schneller werden – jenseits der 600 kmh.

Das klingt revolutionär. Dabei war es ein Elektro-Vehikel, das bereits 1899 als erstes die Schallmauer von 100 kmh durchbrach. Und das war kein Zufall, denn E-Autos gibt es schon wesentlich länger als solche mit Verbrennungsmotoren – schon seit 1839. Und wo etwas fährt, will auch irgendjemand schnell fahren. Und irgendwann wollen Kerle (meistens jedenfalls) damit um die Wette fahren. So geht das auch den Elektroautos. Das begann schon im 19. Jahrhundert, da fuhren Herren mit Hüten nahe Paris hastig und elektrisch geradeaus.

Foto: wikipedia
Foto: wikipedia

Ein gewisser Camille Jenatzky, der sein Gefährt „La Jamais Contente“ – französisch für „Die Niemals Zufriedene“ – getauft hatte, zeigte es 1899 allen: Als erstes Auto der Geschichte durchbrach er die gefühlte Schallmauer von 100 km/h – mit 105,88 Kilometern pro Stunde war er vorerst zufrieden. Den Rekord verlor er später an einen Dampfwagen, das erste nicht-elektrische Rekord-Fahrzeug.
Heute gibt es wieder eine Niemals Zufriedene – der Rennwagen der monegassischen E-Sportwagen-Schmiede Venturi heißt „Venturi Jamais Contente“ und hält seit 2010 den Geschwindigkeitsrekord für Elektroautos mit 495 km/h, gemessen auf dem berühmte Bonneville-Salzsee im US-Bundesstaat Utah.

Für die Straße baut Venturi sündhaft teure Elektro-Sportwagen in Kleinserie wie den Fétish. Auf den Salzsee in Utah wollen sie im Herbst zurückkehren, mit einem überarbeiteten, nun 3000 PS starken Elektrorenner mit der Modellbezeichnung VBB-3 und der Form einer elektrischen Zigarette. Der soll einen neuen Weltrekord jenseits der 600 km/h aufstellen. Und – er sieht der guten alten Jamais Contente sogar ein bisschen ähnlich. Nur tiefer ist er, auch die Kopfbedeckung des Fahrers unterscheidet sich gravierend…

Weil Pioniere ja niemals zufrieden sind und die Grenzen immer weiter verschieben wollen, wird Venturi 2014 die 700-Kilometer-Schallmauer angehen.

Quelle: carmour