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music: Drive

R.E.M. - betörende Klänge, rätselhafte Texte, eine klare politische Haltung und manche Fehldeutung – das prägte die Geschichte von R.E.M., die sich zur Bestürzung ihrer Fans im September 2011 auflöste.

Der Bandname leitet sich ab von Rapid Eye Movement, einer Schlafphase des Menschen, in der sich die Augen sehr schnell unter den Lidern bewegen. Der Bandgründer Michael Stipe stolperte in einem Wörterbuch über den Begriff, als er nach einem neuen Namen für die Band suchte, die ursprünglich „Twisted Kites“ hieß. Über seine tiefgründigen Texte wurde schon viel geschrieben, auch viel Unsinn.  So hat etwa der Mega-Hit  ”Losing My Religion” rein gar nichts mit Religion zu tun, sondern ist laut Stipe Südstaatenslang für “die Nase voll haben” oder “am Ende sein”. “Eigentlich wollte ich ‘Every Breath You Take” (von Police) neu schreiben”, erzählt der Sänger. “Und das ist mir offenbar ziemlich gut gelungen”. Der Song begründete die Weltkarriere von R.E.M.

Als großes Missverständnis zwischen Band und Publikum wurde oft auch der Song “The One I Love”, empfunden. Die Fans verstanden ihn meist als Liebeslied,  Stipe aber bezeichnet ihn  als brutal und zynisch. “Gestern Abend habe ich es gesungen, und ein Pärchen in der dritten Reihe hat sich verliebt angesehen und Händchen gehalten”, erzählte er einmal dem Autor Craig Rosen, der ein Buch über R.E.M. verfasste. “Ich dachte nur: ‘Oh mein Gott’.”

Auch ein anderer Hit fand intern keine Gnade.  ”Shiny Happy People” hieß  innerhalb der Band nur “dieser dämliche Song mit dem dämlichen Text”.  Stipe bezeichnete ihn als “Missgeburt”, Gitarrist Peter Buck nannte das Lied “so gnadenlos fröhlich, dass man kotzen möchte”.

Konsequent kritisch verhielt sich R.E.M. gegenüber der Präsidentenfamilie Bush und deren Irak-Kriege.  Auf dem Album, “Around The Sun” (2004) wütete die Band in Songs wie  ”Final Straw” und “I Wanted To Be Wrong” über einen “roboterhaften Cowboy”, gemeint war George W. Bush.

Michael Stipe erinnert in den legendären Auftritten der Band mehr an einen Prediger und Missionar. Ein Mann mit einer Botschaft, eine Band mit Engagement. Wir präsentieren hier  einen zehn Jahre alten fabelhaften Auftritt  in Wiesbaden. Wie es sich gehört für Carmour mit dem Song Drive.  Er beginnt mit den Worten Smack, crack, bushwhacked” (“Zack, bumm, aus dem Hinterhalt überfallen”). Ein Welthit, ein Lied gegen den Krieg des George W. Bush und eine Haltung, für die wir Sympathie empfinden.  Nieder mit allen Kriegstreibern  – Drive.

 

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