ökonomisches

Benzin – billiger als im Jahr 1950

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Wer hätte das gedacht: Im Jahr 1950 war der Spritpreis niedriger als heute. Damals musste ein Durchschnittsverdiener noch 14 Minuten für einen Liter Benzin arbeiten. Derzeit sind es nur noch etwa 3,6 Minuten.

Wie kann das sein, wo wir doch alle über die hohen Spritpreise stöhnen? Einer Kaufkraft-Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zufolge haben sich die Preise seit 1950 zwar knapp verfünffacht, allerdings sind die Nettoverdienste parallel um das 25-fache gestiegen. Im Ergebnis seien die meisten Waren des täglichen Bedarfs in den vergangenen 60 Jahren deutlich billiger geworden. Und das gilt auch für Benzin. Beim Vergleich gilt es zusätzlich zu berücksichtigen, dass heutzutage durch technischen Fortschritt ein Liter Benzin effektiver eingesetzt werden kann als in den  Jahrzehnten davor.

Wie weit kamen Autos fürs selbe Geld?

Inflationsbereinigte Spritkosten und historische Verbrauchsstatistiken erlauben uns schließlich, die effektive Reichweite eines Automobils in seiner jeweiligen Epoche zu ermitteln: Wie weit kam man mit seinem Auto, wenn man für den heutigen Gegenwert von 100 Euro Treibstoff getankt hatte?

60 Prozent mehr Reichweite

Im Vergleich zu den Fahrzeugen der 50er Jahre sind heutige Automobile rund 60 Prozent kosteneffizienter. Zwar entsprechen die Hersteller-Angaben oft nicht den tatsächlichen Verbrauchswerten, aber Fakt ist: Mit derselben Geldmenge, die man vor 60 Jahren für 100 Kilometer Treibstoff ausgeben musste, kommt man heute also rund 160 Kilometer weit. Dieses Verhältnis stimmt übrigens sowohl für Kleinwagen als auch für Oberklassefahrzeuge.

Die Entwicklung war allerdings nicht konstant: Deutlich mehr Kilometer fürs selbe Geld gab es in den 80er und 90er Jahren – vor allem für Kleinwagen-Modelle.

Quelle: carmour