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Clean Green – Autopflege umweltfreundlich

Foto: Getty Images

Auch hartnäckige Flecken und Gerüche im Auto lassen sich umweltfreundlich beseitigen. Wir haben Tipps parat zur Innenraumpflege und Desodorierung Ihres Autos – einfach und natürlich.

Dreck, der nicht vergeht

Die täglichen Staus und Rüpeleien im Straßenverkehr können einem zwischendurch  den Spaß am Autofahren verderben. Aber Dreck und Mief, der in die Nase steigt, sind nicht viel besser für die Laune. Gemeint ist nicht der typische Neuwagengeruch, der aus den vielen verbauten Kunststoffteilen ausdünstet und mitunter gar gesundheitsschädlich ist. Auch nicht die von den Herstellern gezielt beigegebenen  künstlichen Aromastoffe, sondern vor allem die unangenehmen Gerüche, die wir selber verursachen. Wer’s eilig hat und von Termin zu Termin hetzt, neigt dazu, zum Drive-In-Schalter zu fahren und auf die Schnelle etwas aus der Hand am Steuer zu essen – ist übrigens beim Nachbarn Frankreich strengstens verboten, liebe Urlauber!  Krümel und Reste

von Sandwichbelägen fallen gern herunter, setzen sich in unzugänglichen Ritzen fest und gehen den Weg alles Irdischen: Ihre Zersetzung wird – ähnlich wie verschüttete milchhaltige Getränke oder ausgelaufene Sahnebecher aus der Einkaufstüte – zur olfaktorischen Zeitbombe. Zigarettenrauch und säuerlicher Geruch von im Kofferraum liegenden alten Notfall-Regenschirmen, Feuchtigkeit, die nicht entweichen will und Dreck von Schuhsolen, der am Teppich klebt, führen zu Duftwolken, die einem typischerweise in die Nase steigen, wenn man an einem heißen Sommertag im Stau steht. Dann helfen auch Duftspender nicht mehr, wie sie  manche Hersteller anbieten, Citroen etwa im neuen DS3. Dann hat man nur noch einen Gedanken: Ich will hier raus!

Regelmäßige Reinigung

Was tun dagegen? Grundsätzlich empfiehlt sich natürlich die regelmäßige gründliche Reinigung mit Staubsauger und Wasser. Aber stark duftende Reinigungsmittel sind zum einen nur vorübergehend wirksam und zum anderen eine zusätzliche Belastung für die Nase. Und der darin enthaltene Chemikaliencocktail ist auch nicht unbedingt für jedermanns  Abwehrsystem und kann Allergien auslösen. Deshalb: Es muss nicht immer Chemie sein, warmes Wasser und ein Mikrofasertuch tun es häufig auch. Eine sanfte Lauge aus Neutralseife, mit Orangen- oder einem geruchsneutralen Ökoreiniger reinigt die glatten Flächen wunderbar. Etwas Lavendel- oder Lavandinöl zum Waschwasser gegeben, desodoriert nicht nur, sondern wirkt zugleich leicht antibakteriell und hält viele Insekten fern.   Auch Flecken auf Stoffpolstern müssen nicht mit der Chemiebombe Polsterspray bekämpft werden. Baby-Feuchttücher – bitte keine Öltücher!! – entfernen fast jeden Flecken in Polstergarnituren, ohne die Polster zu schädigen. Auch „ausgebissene“ Farben muss man nicht fürchten. Solche Tücher bieten diverse Hersteller an, entweder duftfrei – in der Ausführung „sensitiv“ auch für Allergiker geeignet – oder mit sanften Duftnoten, die ebenfalls unschädlich sind, da sie ja auch der zarten Babyhaut zugemutet werden.

Hartnäckige Gerüche natürlich bekämpfen

Auch Gerüche lassen sich häufig durch einfache und natürliche Hausmittel bekämpfen. Als bewährter Geruchsfänger, wie er seit Jahrhunderten in Haus- und Landwirtschaft angewendet wird, empfiehlt sich ein offenes Behältnis mit Milch oder Essig. Das bindet unangenehme Gerüche aus der Raumluft. Aber Vorsicht: Bloß nicht losfahren, ohne die Behälter zu entfernen! Sonst geht der Schuss nach hinten los. Alternativ können Sie einen Geruchsbinder verwenden, der einen für die meisten Menschen aromatischen Duft ausströmt: ein offenes Gefäß mit frischem Kaffeesatz. Beim putzigen neuen Fiat 500L haben Sie eine eingebaute Kaffeemaschine an Bord. Da fährt der natürliche Duftspender immer mit.

Quelle: carmour

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