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Frau ans Steuer – im Karnval gerne

Foto: Huk Coburg

In der fünften Jahreszeit wird kräftig gebechert, vor allem von Männern. Da lässt selbst ein Pascha gerne seiner Partnerin den Vortritt am Steuer. Aber Vorsicht Mädels – das kann ins Auge gehen.

Bierkonzerne gegen Alkohol am Steuer

Jedes Jahr gibt es in Deutschland 40.000 Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel ist. Besonders hoch ist die Gefahr im Karneval, denn da wird oft getrunken, bis – buchstäblich – der Arzt kommt. Narrenfreiheit am Steuer aber gibt es nicht. Schon geringe Mengen Alkohol, zwei, drei Gläschen Sekt etwa, beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit drastisch. Wer also an den närrischen Tagen mit dem Auto unterwegs ist, sollte strikt auf Alkohol verzichten.

Zahlreiche Initiativen versuchen jedes Jahr an Karneval die Autofahrer zu sensibilisieren. Sogar die Brauereien engagieren sich. Der weltweit größte Bierkonzern Anheuser-Busch z. B. setzt seit 2008 bewusst auf Kommunikation auf Augenhöhe: Statt einer Belehrung von oben klären gleichaltrige Botschafter in eigens organisierten Workshops ihre Freunde auf. Und das mit großem Erfolg: Nachdem das Programm 2010 mit 20 Botschaftern ins Leben gerufen wurde, erweiterte der Konzern das Programm in den Folgejahren auf jeweils 100 Botschafter. In der neuen Runde wird die Verbreitung der Initiative zusätzlich durch die Digitalisierung der Bewerbungsabläufe unterstützt. Ziel ist es nach wie vor, die besonders gefährdeten 18- bis 25-Jährigen zur Einhaltung von 0,0 Promille zu motivieren.

 0,3 Promille können schon zu viel sein

Bereits mit 0,3 Promille und damit verbundenen Ausfallerscheinungen wird es im Fall einer Kollision eng, denn die Rechtsprechung geht von einer relativen Fahruntüchtigkeit aus, die strafrechtliche Konsequenzen haben kann. Liegt der Alkoholgehalt über der 0,5-Promillegrenze, drohen 500 Euro Bußgeld, vier Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.

Auch Restalkohol am Tag danach ist ein Problem. Denn der ist auch Stunden nach der Fete noch nachweisbar. Als Faustregel gilt: Ein gesunder Körper baut in einer Stunde etwa 0,1 Promille Alkohol ab.

Den Führerschein verlieren kann aber auch, wer sich auf den Drahtesel im Keller besinnt. Verursacht ein betrunkener Radfahrer einen Unfall, kann er den Führerschein verlieren. Dafür reichen schon 0,3 Promille aus. Und wer mit 1,6 Promille im Blut erwischt wird, muss ohnehin mit einem Verfahren rechnen – unabhängig davon, ob er einen Führerschein hat oder nicht.

 

Quelle: carmour