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Frankreich hat´s gerne übersichtlich

Foto: Getty Images

11. Juli 2013 Moderne Autos sind fast immer größer, ausladender und unübersichtlicher als ihre Vorgänger-Modelle. Das führt laut ADAC-Unfallforschung oft zu Unfällen.

Situationen, in denen Autos von ihrem geraden Weg abbiegen müssen, sind immer kritisch. Vor allem beim Linksabbiegen und an Kreuzungen und Straßenmündungen kracht es zunehmend häufig, weil der Fahrer nicht genügend Sicht aus dem Auto hat. Dabei ist das ein essentieller Sicherheitsaspekt. Seit 2006 testet der ADAC jährlich die Rundumsicht von Pkw. Im Ranking der untersuchten Fahrzeuge schneiden dieses Jahr französische Autos besonders gut ab.

Sechs Franzosen unter den Top Ten

Wer jemals in Paris um den Place de l’Étoile gekurvt ist, weiß eine gute Sicht nach allen Seiten sehr zu schätzen. Vielleicht ist das der Grund, warum sich unter den zehn Modellen mit der besten Rundumsicht gleich sechs französische Autos finden: drei Citroën, zwei Peugeot und ein Renault. Die beste Note bekommt der Renault Clio II Campus (2,1).

RundumsichtADAC1

Es folgen der Citroën DS3 auf Platz zwei und der VW up! auf dem dritten Platz (beide 2,3). Interessant: Unter den Top-Fahrzeugen befinden sich fast ausschließlich Dreitürer. Die Gründe für die bessere Sicht in diesen Autos: die weiter hinten platzierten B-Säulen sowie die gegenüber Fünftürern fehlenden Türrahmen hinten. Einziger Fünftürer in den Top Ten: Der Citroën C4 Picasso (Platz 7, Note: 2,5). Er überzeugt durch das gute A-Säulen-Konzept. Schlusslicht in Sachen Rundumsicht ist der aktuelle BMW X5 (4,9).

Was die Übersicht einschränkt

Bei den schlecht benoteten Autos behindern nicht versenkbare Kopfstützen und massive Dachsäulen oftmals die Sicht. Kritisch sieht der ADAC auch den Trend zu kleinen Fenstern, denn diese schränken die Übersicht ebenfalls ein. In einem vom ADAC-Technik- Zentrum in Landsberg am Lech entwickelten Messverfahren wurden bisher 1.175 Fahrzeuge bezüglich ihrer Rundumsicht untersucht. Dazu wird in Augenhöhe des Fahrers eine Kamera positioniert und ein 360°-Panoramabild erstellt. Mit diesem berechnen die ADAC Experten dann die Anteile der Flächen, die die Sicht aus dem Fahrzeug heraus verdecken.

 

 

 

Quelle: carmour/ADAC