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Autohersteller und Frauen – unhappy Parship

Foto: Getty Images

Autobauern fehlt der Zugang zur weiblichen Zielgruppe. Zu dem Schluss kommt das Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen.

Von den 1.177 Mio. Neuwagen, die im vergangenen Jahr privat zugelassen wurden, entfielen 393.200 auf Frauen. Nur 40.858 Neuwagen wurden von Frauen unter 30 Jahren gekauft. Bis auf das Jahr 2009 mit der Sonderbewegung der Abwrackprämie stagnierten die Zahlen in den letzten Jahren. Für den CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer ist das ein deutliches Zeichen, dass „Autobauer bei der wichtigen Zielgruppe Frauen nicht vom Fleck kommen.“  Die Unternehmen profitieren offenbar nicht davon, dass Frauen immer zahlungskräftiger werden. Woran liegt das? Dudenhöffer sieht einen Grund im geringen Frauenanteil im Management der Autobranche, die sich dringend neue Konzepte überlegen müsse. „Mit nur mehr PS, steigenden Neuwagenpreisen und SUVs gewinnt man keine Frauen.“ Das heutige Angebot der Hersteller ist laut Dudenhöffer bis auf die Kleinwagen von Importeuren „wenig überzeugend“.

Die Stagnation des Anteils von Neuwagenkäuferinnen geht jedoch nicht einher mit der insgesamt deutlich zunehmenden Auto-Mobilität von Frauen. Besaßen vor zehn Jahren nur 28% ein eigenes Auto, so sind es heute schon 40%. Und bei der Erteilung von Fahrerlaubnissen haben Frauen mittlerweile die Nase vorn.

Frauen-Anteil bei Neuwagen-Käufen im deutschen Pkw-Markt:

2009                2010                  2011                  2012

38.9%              34.2%               33.4%               33.4%

Die Top 5 der Modelle mit dem höchsten Frauenanteil in der Käuferschaft:

         Modell                               2012 

  • Fiat 500                           61.7%
  • Ford Ka                           61.2%
  • Hyundai l10                  61.0%
  • Peugeot 206                 59.6%
  • Peugeot 107                 59.2%

Quelle: CAR-Uni Duisburg