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Auch beim Autokauf – Männer und Frauen passen nicht zusammen

Grafik: transparo

19. Oktober 2014 Studie zeigt signifikante Unterschiede im Kaufverhalten – Prestige und Power gegen Design und Nutzwert.

Wir haben es ja immer gewusst, spätestens seit uns das Frauenkabarett „Missfits“ vor vielen Jahren damit konfrontiert hat: „Männer und Frauen passen nicht zusammen – aber es gibt ja nichts anderes“. Klares Sache also, dass auch die Autos der Frauen sich signifikant von denen der Männer unterscheiden – wie das Vergleichsportal transparo jetzt erneut in einer neuen Analyse des Kaufverhaltens belegt hat.

Männerautos: im Schnitt 118 PS

Männerautos sind Autos für echte Kerle, sie sind PS-stark, teuer und vom deutschen Premiumhersteller: Manche Klischees stimmen einfach. Jedenfalls verdeutlicht die Studie interessante Geschlechterunterschiede bei Kauf und Nutzung von Autos. Männer mögen es demnach kräftig: Im Schnitt hat ein “Männerauto” 118 PS, Frauen begnügen sich mit 94.

Frauenautos: nur 10 Prozent über 140 PS

Auch bei deutlich stärker motorisierten Fahrzeugen sind Männer in der Mehrzahl: Sie fahren zu über einem Viertel einen Wagen mit mehr 140 PS – Frauen nur zu 10 Prozent. Frauen erweisen sich dafür einmal mehr als die pragmatischen Autokäufer. So steuern sie erheblich häufiger die eher praktischen und gefällig designten Autos von Fiat, Peugeot oder Hyundai. Hier liegt ihr Anteil um 83, 80 und 57 Prozent über dem der männlichen Käufer.

Männer: Audi, BMW, Mercedes

Für Männer spielen dagegen weiter Prestige, Markenimage und Status eine wichtige Rolle. So entscheiden sie sich doppelt so oft für einen Audi wie Frauen. Bei BMW liegt ihr Käuferanteil um 91 Prozent, bei Mercedes auch noch um fast zwei Drittel über dem der Frauen.

Frauen: lieber mal ein neueres Auto

Die Autofahrerinnen von heute steuern zwar nicht so oft Premium-Fahrzeuge, dafür gönnen sie sich öfter mal ein neueres Gefährt. Der Anteil der Autos, die beim Kauf maximal zwei Jahre alt waren, ist bei weiblichen Haltern mit 32 Prozent höher als bei männlichen (rund 28 Prozent). Interessant: Bei alten Fahrzeugen liegen Männer und Frauen gleichauf. Knapp 16 Prozent der Nutzer von transparo, die auf der Suche nach einer neuen Kfz-Versicherung waren, fuhren ein Auto, das beim Kauf über 15 Jahre alt war.

Ein Drittel Laternen-Parker

Kaum nennenswerte Unterschiede gibt es auch bei der Frage, wo das Fahrzeug abgestellt wird. So parken Männer und Frauen ihr Auto zu gut einem Drittel schlicht auf der Straße, über eine eigene Garage verfügen rund 30 Prozent.

Basis: 46.000 Versicherungsverträge

Die Vergleichszahlen von transparo beruhen auf einer Auswertung von Prof. Dr. Wolfgang Bischof von der Hochschule Rosenheim. Er analysierte Stichproben von bis zu 46.000 Kfz-Versicherungsverträgen. Die Versicherten schlossen die Verträge auf dem Vergleichsportal transparo.de ab und sind die alleinigen Fahrer des Fahrzeugs.

 

Quelle: carmour/transparo