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ACE: Schlafmangel beeinträchtigt Fahrtauglichkeit

Fotomontage: carmour

18. Mai 2014 In der Nacht von Samstag auf Sonntag (29. / 30. März) wurden um 2.00 Uhr die Uhren wieder um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt. Schlafdefizit, Temperaturanstieg und zunehmender Freizeitverkehr, diese Kombination begünstigt offenbar den Anstieg des Verkehrsunfallrisikos, vermutet der ACE Auto Club Europa.

Dabei stützt sich der Club auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. Danach wurde immer nach der Umstellung auf die Sommerzeit ein teils deutlicher Anstieg der Zahl schwerer Verkehrsunfälle verzeichnet. Der ACE zitiert zudem Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), wonach jeder vierte Unfall in Deutschland auf Sekundenschlaf zurückzuführen ist.

Mehr Unfälle nach Umstellung auf Sommerzeit

Gerade in den Wochen nach der Zeitumstellung ist es zu einer Häufung folgenschwerer Verkehrsunfälle mit Personenschaden gekommen. Im Vergleich mit dem Unfallgeschehen vor der Umstellung auf die Sommerzeit zeigt sich ein Anstieg der Unfallzahlen um bis zu 30 Prozent. Wenige Unterbrechungen dieses Trends führt der ACE auf ein schwächeres Verkehrsaufkommen infolge schlechten Wetters zurück.

Laut ACE belegen mehrere Untersuchungen von Krankenkassen, dass fast jeder zweite Deutsche nach der Umstellung auf die Sommerzeit unter Schlafproblemen leidet. Zwischen vier und 14 Tagen benötigt der menschliche Körper, um seinen Schlafrhythmus auf die neuen Verhältnisse einzustellen. Mag die um eine Stunde vorgestellte Uhr auch mehr Licht am Abend bringen – die Umstellung im Frühjahr fällt in jene Zeit, in der sich der menschliche Organismus nach der dunklen Jahreszeit wieder auf Sommerbetrieb umstellt. Natürliche Frühaufsteher haben unter der Umstellung weniger zu leiden als sogenannte Eulentypen, deren natürlicher Biorhythmus erst später am Tag auf Touren kommt.

Müdigkeit ist wie Trunkenheit

Krankhafte Schlafstörungen wie die sogenannte Schlafapnoe erhöhen das Unfallrisiko im Straßenverkehr auf das Zwei- bis Siebenfache, berichtet der Club unter Berufung auf Studien von Fachmedizinern. Damit ist die Unfallursache „Müdigkeit“ von der Gefährlichkeit her mit Alkohol und Drogen gleichzusetzen. Wer unter dauerhaften Schlafstörungen leidet, sollte ärztlichen Rat in Anspruch nehmen, rät der ACE.

Um die negativen Auswirkungen der Zeitumstellungen gering zu halten, empfiehlt der ACE außerdem, sich häufig an der frischen Luft aufzuhalten. Dadurch wird die Produktion des Aktivitätshormons Serotonin gefördert. Auch der vermehrte Verzehr von vitaminhaltigem Obst und Gemüse sorgt dafür, dass die Auswirkungen der Zeitumstellung glimpflich ablaufen. Zudem unterstützt der ACE den Aufruf des DVR an alle Verkehrsteilnehmer, in den Tagen nach der Zeitumstellung besonders konzentriert und aufmerksam unterwegs zu sein.

 

 

Quelle: ACE, carmour