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Neue Förderprogramme für Elektroautos

Foto: Getty Images

Der Bund soll durch „kluge Maßnahmen“ E-Mobilität in den Städten sichtbar machen, fordert der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Matthias Wissmann. Und tatsächlich scheint Bewegung in die festgefahrene Situation zu kommen.

E-Autos sind nach wie vor Ladenhüter. Zu teuer, zu kleine Reichweite, zu lange Ladezeiten. Vom Ziel der Bundesregierung, eine Million rein elektrisch betriebene Autos bis zum Jahr 2020 auf die Straße zu bringen, ist das Autofahrerland Nummer eins weit entfernt. Das liegt laut VDA-Chef Wissmann auch daran, dass Politik und Industrie ihre Hausaufgaben bisher nicht gemacht haben.

Förderkriterien für E-Autos

Das soll sich nun ändern. Angeblich haben sich Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium auf Kriterien geeinigt, nach denen E-Autos gefördert werden sollen. So soll es Privilegien wie Sonderparkplätze und Benutzung von Busspuren geben. In einem eigenen Elektromobilitätsgesetz soll festgelegt werden, welche Art von Fahrzeugen künftig als Elektroautos gelten und deshalb Vorteile erhalten sollen. „Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-In-Hybride privilegieren – sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, sagte Umweltministerin Barbara Hendricks.

Die E-Plakette kommt

Sie sollen jene Autos erhalten, die entweder maximal 50 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstoßen oder aber mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können. „Bis zum Jahr 2017 werden fast alle Plug-In-Hybride umfasst sein“, sagte Hendricks. Ab 2018 sollten dann verschärfte Anforderungen gelten. Dann müsse ein Fahrzeug 40 statt 30 Kilometer elektrisch fahren können. „Damit geben wir den Herstellern genügend Zeit, noch bessere Batterien zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Die Kommunen reagieren auf die geplante Einräumung von Sonderrechten wie Busspurennutzung wenig erfreut. BVG-Chefin Sigrid Nikutta befürchtet, dass diese Maßnahme den öffentlichen Nahverkehr unattraktiver macht. Fahrten in die Innenstädte, z. B. zum Einkaufen, sind i. d. R. Kurzfahrten, und die könnten vermehrt elektrisch durchgeführt werden, wenn entsprechende Angebote und Fördermaßnahmen vorliegen, so die Hoffnung der Umweltministerin.

 

Quelle: carmour