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TÜV empfiehlt: Rettungskarte in jedes Auto

Fotos: carmour/ADAC

5. September 2013 Feuerwehr und Hilfsdienste kommen nach Unfällen immer schwerer an Verletzte heran.

Nach schweren Verkehrsunfällen beginnt für die Helfer ein Wettlauf mit der Zeit. Jede Minute zählt bei der Bergung von Verletzten. Deshalb empfiehlt der TÜV Rheinland jedem Autofahrer, wenn verfügbar, eine Rettungskarte im Fahrzeug aufbewahren. Die halten die Autofirmen oder auch der TÜV bereit.

Mehr Sicherheit für Retter

Sie signalisiert den Feuerwehrmännern bei der Bergung von Unfallopfern, wo sich Kraftstofftank und Batterie befinden. Darüber hinaus auch, wo Hochvoltkabel oder Gasleitungen verlaufen, wie sie gefahrlos Spreizer oder Rettungsschere an der Karosserie ansetzen können oder welche Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen.

Moderne Materialien sind stabil

Trotz aller Routine ist es den Hilfskräften in der Kürze der Zeit nicht immer möglich, den exakten Typ oder das Baujahr eines stark deformierten Fahrzeugs zu bestimmen. Hinzu kommt, dass moderne Materialien wie hochfeste Stähle und immer stabilere Autokonstruktionen die Arbeit und die Rettung verletzter erschweren und verzögern.

Wo liegen gefährliche Leitungen?

Obwohl die Zulassungszahlen von Hybrid- und Elektroautos stetig zunehmen und Prüforganisationen immer mehr entsprechende Schulungen für die Einsatzkräfte durchführen, müssen sich viele Unfallhelfer in der Praxis auch erst an die technischen Besonderheiten dieser Fahrzeuge gewöhnen. Immerhin liegen da bis zu 450 Volt und mehr an. Wird das Kabel an der falschen Stelle gekappt, kann es zu schwersten Verletzungen kommen. Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für Autos mit Gasantrieb.

Rettungsblatt in DinA4

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Nach den Erfahrungen von Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten lässt sich mit der Karte die durchschnittliche Rettungszeit auf ein Drittel verkürzen. Die Rettungsdatenblätter im DIN-A4-Format gibt es mittlerweile für zahlreiche Pkw-Modelle – auch mit alternativen Antrieben.

Sonnenblende bester Platz

Fast alle Fahrzeughersteller und -importeure bieten die Karte im Internet zum Download an. Um die einzelnen Bauteile besser unterscheiden zu können, ist ein Farbausdruck erforderlich. Außerdem hat jede TÜV-Rheinland-Prüfstelle Zugang zu den Datenbanken und kann die Karte für den Kunden ausdrucken. Der beste Platz für das gefaltete Blatt befindet sich nach Aufassung des ADAC hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite. Da suchen die Retter in der Regel zuerst nach dem Dokument.

 

 

Quelle: carmour/ampnet